 |
|
 |
PANTASIA LAND
Fauntastische Pantastereien |
 Was
uns erwartet, ist nicht Phantasia- sondern »Pantasia Land«,
sind fauntastische Pantastereien um den lüsternen Gott Pan, seine
Irrungen, Wirrungen und seine Suche nach einer passenden Park-and-Hide-Bleibe.
Und es wäre nicht Jürgen Preuss, der Sprachakrobat, wenn nicht
der Titel schon Hinweise gäbe auf ein Feuerwerk der Worte beim Dialog
zwischen Dichter und Faun, bei bizarren Begegnungen mit seinen Lieblings-Nymphen
Nymphomi und Nymphoma sowie mit den Granden der griechischen Götterwelt.
Beim atemlosen Zug durch eine prachtvolle Parklandschaft wird Pans antiker
Kosmos aktuell – und auf den Kopf gestellt. Jürgen Preuss macht kein
Hehl daraus, dass ihn auch zwei Parks, nämlich der Poensgenpark sowie
der Park um Schloss Benrath (und dort eine eindrucksvolle PAN-Ausstellung)
zu den vorliegenden Texten inspiriert haben.
Warum der Autor darauf besteht,
die Veranstaltung mit Edward Elgers „Land of Hope and Glory“ musikalisch
zu begleiten, ist vorerst unklar. Lassen wir uns also überraschen
…
 Rezension
des Literaturkreises ERA e.V.:
Am 15.
Mai 2011 schlug Jürgen Preuss alias Weinrich Weine in der Kulturkneipe
auf - mit einem unglaublichen Stakkato aus Worten, Wortassoziationen und
Ping-Pong-Lyrik, die allesamt einem Parkspaziergang und den darin erlebten
"fauntastischen" Pantastereien um den lüsternen Gott Pan entsprangen.
Der Autor lies es genüsslich rascheln, und wer hinter seinen sprachakrobatischen
Wendungen Arges vermutete, war selbst dran schuld. Dass die gut 50 Zuhörer
jedem seiner Sprachspiele auf die Spur kamen, ist kaum zu vermuten. Das
machte aber nichts, denn im Manuskript lauerten ihrer hunderte - und schließlich
sollte das eine und andere fürs Lesen übrigbleiben. Wann Jürgen
Preuss sein Manuskript zum Buch verfestigt, blieb allerdings offen. Trotzdem
schien er überaus zufrieden - kein Wunder bei dem Beifall.
Fotos: Dr. Ulrich Scharfenorth/Literaturkreis
ERA e.V.
Erotischer
Treff der Göttergestalten (WZ, 17.05.2011)
Jürgen Preuss alias
Weinrich Weine liest aus seinem Werk „Pantasia Land“ im Lux.
Die Verschmutzung
und Zerstörung der Umwelt durch den Menschen geht auch an den göttlichen
Gefilden nicht vorbei. Selbst Arkadien, die paradiesische Heimat des umtriebigen
Fruchtbarkeitsgotts Pan, geht langsam aber sicher den Bach runter. Das
versetzt Pan in Panik und macht nicht nur seiner ausschweifenden Lebensfreude
den Garaus, sondern auch seiner spirchwörtlichen Manneskraft: „down
ist der Faun, die Lenden am Ende.“. So will es der Ratinger Autor Jürgen
Preuss alias Weinrich Weine in seinem neuesten Werk „Pantasia Land - fauntastische
Pantastereien“, das er am Sonntagnachmittag in der Kulturkneipe des Literaturkreises
Era im Jugendzentrum Lux vorstellte.
Preuss las
aus dem fertigen, aber noch nicht verlegten Manuskript. „Sie können
also noch mitbestimmen, ob es ein Buch werden soll“, gab der Autor den
Zuhörern zu bedenken. In kunstvoll gedrechselten Versen begibt sich
Pan auf die Suche nach einer neuen Bleibe, einem „Park & Hide“. Als
er ankommt, trifft Pan auf Dichter Weinrich Weine. Im Laufe der Zwiesprache
zwischen Gott und Dichter wimmelt es nur so von „geilen Göttern“,
„potenten Potentaten“ und „nymphomanen Nymphen“. Bei diesen Wortschöpfungen
war klar, dass es bei der Lesung nicht immer jugendfrei zuging. Aber seine
in rasenden Assoziationsketten sich fortsetzenden Gedanken sind nur vordergründig
Jux und Dollerei, vielmehr entfaltet sich in ihnen ein tieferer, vielfältiger
Sinn. So konjugiert er die Ölpest durch, bis daraus „Barrels on the
Rocks“ wird. Da war kaum verwunderlich, dass der Autor bisweilen selbst
schmunzeln musste.
(von Marc Cechura/WZ) |
|